Seewasserprojekt

Kühlen & Heizen mit Zürichsee-Wasser

Am Delica Standort in Meilen wurde 2020 eine neue Prozesskühlungsanlage in Betrieb genommen, welche Seewasser aus dem Zürichsee nutzt. Beim Standort angekommen nimmt das Wasser einen Teil der Wärme, die beim Herstellen von Glacen und Backwaren entsteht, auf. Konkret wird das Wasser für Klimakaltwasser, Rückkühlprozesse und Kälteerzeugung verwendet, bevor es wieder in den See geführt wird. Damit das Wasser konstant die richtige Temperatur von 5 Grad Celsius aufweist, wird es in 50 Metern Tiefe aus dem See gepumpt. Mit einer Leistung von 7500 Kilowatt handelt es sich um eine der grössten Prozesskühlungsanlagen am Zürichsee. 

Dank dem Projekt rückt die Delica der Erreichung ihrer Nachhaltigkeits-Ziele ein grosses Stück näher. Am Standort Meilen können mit dieser Anlage die folgenden Einsparungen erzielt werden:

  • 20% weniger Trinkwasser-Verbrauch – dies entspricht 8 Olympia Schwimmbecken pro Jahr
  • 3% weniger Stromverbrauch – dies entspricht dem Stromverbrauch von 130 Haushaltungen
  • 690 Kilogramm weniger synthetische Kältemittel in den Anlagen - damit konnte das Treibhauspotential aller Kälteanlagen am Standort Meilen halbiert werden.
  • Reduktion Erdgasverbrauch aufgrund des zusammengeführten Rückkühlsystems und der geplanten Wärmepumpe
  • Einsparung Abwasser
  • Zusätzliche Kältekapazitäten für neue Produktionsanlagen

 

Damit die vom Seewasser aufgenommene Energie nicht ungenutzt in den See fliesst, wird sie in einem Wärmeverbund zum Heizen nutzbar gemacht. Liegenschaftsbesitzer in unmittelbarer Umgebung erhalten so die Möglichkeit, fossile Energieträger wie Öl oder Gas durch eine klimafreundlichere Lösung zu ersetzen.

 
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